Kurz gesehen - Lang gedacht: voll politisch Kurzfilmtour startet am 4.9.
Kurz, pointiert und politisch relevant:
Kurzfilme reagieren schnell auf das Zeitgeschehen – sie erzählen, was schiefläuft, was Hoffnung macht, was uns als Gesellschaft bewegt. Unsere politische Kurzfilmtour „Kurz gesehen – lang gedacht“ bringt diese Geschichten auf die Leinwand – direkt, mutig und voller Haltung.
Bereits zum dritten Mal touren wir durch Sachsen – mit einer Auswahl an Kurzfilmen, die politische Realität sichtbar machen, Missstände benennen und neue Perspektiven eröffnen.
Im Zentrum steht der Gewinner des „voll politisch – Kurzfilmpreises für demokratische Kultur“, der jährlich beim FILMFEST DRESDEN verliehen wird. Der Preis zeichnet Filme aus, die Demokratie erfahrbar machen, Widerspruch zulassen – und Diskussionen anstoßen, wo sonst oft geschwiegen wird.
Die Filme 2025 erzählen von Fußballfans mit Haltung in rechtsextremen Umfeldern, von struktureller Gewalt, Pflege im Schatten der Bürokratie, postmigrantischen Lebensrealitäten, Kriegserfahrungen und Überlebensstrategien – persönlich, eindringlich, künstlerisch stark.
Kurz gesagt: Diese Filme bleiben hängen. Und sie stellen die Fragen, die wir stellen sollten.
Die Orte & Termine:
- 4.9. Chemnitz – 18:30 Uhr / Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex
- 10.10. Löbau – 19 Uhr / LÖBAULEBT e.V.
- 22.10. Mittweida – 18:30 Uhr / Hochschule, Haus 39
- 23.10. Aue-Bad Schlema – 19 Uhr / KGE – Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement e.V.
- 24.10. Pirna – 19 Uhr / AG Asylsuchende SOE e.V. im Sonnenfeld
- 28.10. Dresden* – 19 Uhr / Thalia Kino
*In Kooperation mit der vhs Dresden - 29.10. Glauchau – 19 Uhr / Club-Kino Glauchau e.V.
- 14.11. Mittelherwigsdorf – 19:30 Uhr / Kulturfabrik Meda
- 27.11. Döbeln – 19 Uhr / Treibhaus e.V.
- 1.12. Radebeul – 19 Uhr / Kulturbahnhof
Das Programm:
- SOCIAL CLUB von Sophie Mühe (Deutschland, 2024), 9 Min
- Ein engagierter Fußballverein in Chemnitz kämpft mit seinem queer-feministischen Fanclub gegen rechte Strukturen auf und neben dem Platz.
- DETLEV von Ferdinand Ehrhardt (Deutschland, 2024), 13 Min
- Ein Mann findet in einem absurden Alltagsritual Halt – bis ein fremder Blick seine fragile Ordnung ins Wanken bringt.
- MOTHER'S CHILD von Naomi Noir (Niederlande, 2024), 9 Min
- Eine überlastete Pflegemutter ringt mit Bürokratie, Isolation und der Realität, bis ihr Alltag aus den Fugen gerät.
- I DIED IN IRPIN von Anastasiia Falileieva (Tschechien, 2024), 11 Min
- Ein autobiografischer Film über Flucht, Trauma und das Gefühl, an einem Ort zurückgelassen worden zu sein, obwohl man ihn überlebt hat.
- AUS DER FERNE von Benjamin Hujawa, Hoang Quynh Nguyen (Deutschland, 2024), 17 Min
- Die Tochter eines vietnamesischen Einwanderers begibt sich auf die Suche nach der verdrängten Geschichte ihres Vaters und ihrer gemeinsamen Identität.
- GENEALOGY OF VIOLENCE von Mohamed Bourouissa (Frankreich, 2024), 15 Min
- Ein junger Mann erlebt brutale Polizeigewalt – still beobachtet, aber nicht gehört.
Was euch erwartet:
Nach dem Screening laden wir euch ein zum Austausch über die Filme, ihre Themen und eure Gedanken. Offen, respektvoll und ohne Vorwissen.
Eintritt frei – Spenden willkommen
Alle Filme sind auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln.
Kino kann politisch sein. Und politisch bleiben. Kommt vorbei und denkt mit.