Kurz gesehen - Lang gedacht: voll politisch Kurzfilmtour
Kurzfilme können viel: Sie reagieren schnell, erzählen eindringlich – und bringen komplexe Themen auf den Punkt. Gesellschaftliche Konflikte, politische Entwicklungen und Fragen des Miteinanders werden hier künstlerisch zugespitzt, kritisch hinterfragt und emotional greifbar gemacht.
Bereits zum vierten Mal tourt unser Filmprogramm unter dem Titel „Kurz gesehen – lang gedacht“ durch Sachsen – mit ausgezeichneten Kurzfilmen, die politisch Haltung zeigen und zum Nachdenken anregen.
Im Zentrum steht der Gewinnerfilm des „voll politisch – Kurzfilmpreises für demokratische Kultur“, der seit 2021 beim FILMFEST DRESDEN verliehen wird. Der Preis würdigt Filme, die aktuelle politische Themen aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachten, Diskussionen anstoßen und Demokratie lebendig machen.
2026 sind wir wieder mit zehn Veranstaltungen in Sachsen unterwegs.
In Kinos und soziokulturellen Zentren zeigen wir ein Programm, das wachrüttelt, irritiert und inspiriert.
Nach dem Filmprogramm laden wir ein zum offenen Gespräch. An ausgewählten Orten sind auch Filmschaffende persönlich vor Ort – für direkte Begegnung und Austausch.
Eintritt frei – Spenden willkommen
Alle Filme werden auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln gezeigt.
- 28.08. Riesa – 19 Uhr / Elbland Kunsthalle
- 01.09. Großenhain – 19 Uhr / Soziokulturelles Zentrum Alberttreff *in Kooperation mit dem Freundeskreis für Demokratie
- 22.09. Leipzig – 18:30 Uhr / Völkerfreundschaft
- 06.10. Zwenkau – 19 Uhr / KulturKino Zwenkau
- 19.10. Freiberg – 19 Uhr / Bündnis Buntes Freiberg
- 28.10. Dresden – 19 Uhr / Thalia Kino *In Kooperation mit der vhs Dresden
- 10.11. Oschatz – 19 Uhr / Soziokulturelles Zentrum E-Werk Oschatz
- 11.11. Hoyerswerda – 17:30 Uhr / Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek
- 19.11. Mittweida – 18:30 Uhr / Hochschule Mittweida, Haus 39
- 25.11. Glauchau – 19 Uhr / Clubkino Glauchau
- COLD CALL von Stefanie Schroeder (Deutschland, 2025)
- Eine Künstlerin mit Schreibblockade sitzt still da – bis das Telefon klingelt. Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter möchte Zugriff auf ihren angeblich defekten Computer. Ein Film über Herzschmerz, Leere, digitale Selbstjustiz, rassistische Stereotypen und globale Ungleichheit.
- PARADAÏZ von Matea Radic (Kanada, 2025)
- Willkommen an einem Ort, an dem Häuser Löcher haben, Tomaten tickende Zeitbomben sind und Schnecken auf der Suche nach Sicherheit durch die Straßen wandern. Die in Sarajevo geborene Künstlerin Matea Radic nutzt Animation, Archivbilder und ihre eigenen Kindheitserinnerungen, um die Bedeutung von Heimat zu erforschen.
- ABORTION PARTY von Julia Mellen (Spanien, 2025)
- Nachdem sie das Geld für eine Abtreibung zusammengekratzt hat, beschließt die Regisseurin, eine Party zu feiern. Anwesend sind ihr alternder Ska-Musik-Nachbar, halb pensionierte Gangmitglieder und die allgegenwärtigen Bettwanzen.
- MIT EINEM FREUNDLICHEN GRUSS von Pavel Mozhar (Deutschland, 2026)
- Vergessene Dokumente in einer verlassenen Produktionsstätte. Was erzählen sie uns über die Lebensbedingungen einer Generation? Welche Bedürfnisse und Hoffnungen offenbaren sich in den Versuchen, einen Platz in der Marktwirtschaft zu finden?
- THE GIFT von Lara Izagirre Garizurieta (Spanien, 2025)
- Aurora, Dessi und Samara, drei Romnja, fahren in die Innenstadt von Bilbao, um ein Geburtstagsgeschenk für ihre Nichte Sarai zu kaufen.
- S THE WOLF von Sameh Alaa (Frankreich, 2025)
- Ein Mann erzählt von seinen haarigen Problemen während seiner Jugend – vom Friseur-Trauma über seine erste Liebe bis hin zum Verlust seiner Haare und schließlich seines Vaters. Darin zeichnet sich eine Männlichkeit ab, die sich erst noch formt.