Kurzfilmtour für GeschlechterGerechtigkeit 2020

Klein aber fein, kurz aber geistreich – das Genre des Kurzfilms ist abwechslungsreiches Experimentierfeld und kreative Fundgrube zugleich. In seiner künstlerischen Vielfalt bildet der Kurzfilm gesellschaftliche und menschliche Vielfalt ab. Doch nicht nur die Diversität der Geschlechter, der Lebensweisen, der Identitäten und der Biographien ist Thema der Kurzfilmtour, die die LAG Queeres Netzwerk Sachsen, das Genderkompetenzzentrum Sachsen sowie das Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., in Kooperation mit dem Filmfest Dresden 2020 zum dritten Mal in Folge gemeinsam auf den Weg bringen. Auch die Gewalt, die Menschen aufgrund eines angeblichen „Andersseins“ erleiden, fand Ausdruck. Und manchmal ist es die Solidarität untereinander, die die wahre Größe in unserer Gesellschaft ausmacht.

Mit unserer Kurzfilmtour halten wir (neu)rechter Polemik und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegen:
Menschen sind vielfältig. Und Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft.

Mit einem Programm aus fünf Kurzfilmen, die allesamt im Wettbewerb des Filmfest Dresden liefen, touren wir vom 15. Oktober bis 17. November 2020 durch Sachsen. Halt machen wir dabei jeweils bei lokal ansässigen Vereinen und Initiativen, die sich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzen. Der Eintritt ist jeweils frei, um eine Spende von 2-7 Euro wird gebeten. Die Filme werden einzeln von Kooperationspartner:innen vor Ort laudatiert. Sie laufen entweder auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln. Im Anschluss und zwischen den Filmen gibt es Raum für Gespräche und Diskussionen.

 

Die Tourdaten 2020 sind:

15.10. Dresden // 18.30 Uhr
Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz // Erna-Berger-Str. 17

29.10. Zittau // 18.30 Uhr
Kronenkino // Äußere Weberstraße 17

05.11. Plauen // 18.30 Uhr
Malzhaus // Alter Teich 7

12.11. Bischofswerda // 19.00 Uhr
Mosaika e.V. // Ernst-Thälmann-Str. 3

17.11. Mittweida // 19.30 Uhr
Städtisches Freizeitzentrum – erucula e.V. // Oststraße 19

 

Das Programm 2020 zeigt:

THE LAST IMAGE OF MY FATHER, Stefan Dordevic, Serbien/Kroatien/Slowenien 2019

Dušan und sein Sohn Laza reisen durch Ost-serbien nach Belgrad. Todkrank muss Dušan ein neues Zuhause für Laza finden, für den Dušan alles ist, was er hat.

DIE TINTE TROCKNET NICHT, Felix Herrmann, Deutschland 2019

Zwei Freundinnen, junge deutsche Muslimas, leben zusammen. Sie erleben die Kultur, die Kirche, Dates, Beziehungen und einander. Der Film verfolgt die Wege der jungen Frauen und zeigt, wie sie auf ihre kreative Art religiös und modern zugleich sein können.

IN DEN BINSEN, Clara von Arnim, Deutschland 2019

Früher Morgen im Bayrischen Wald. Christoph hockt neben seiner Mutter auf einem Hochsitz. Während sie einen Hirsch im Visier hat, überlegt er, sich vor seiner Mutter zu outen. Alles geht gründlich daneben, zudem kündigt sich Christophs Freund Arthur an.

EADEM CUTIS: DIE SELBE HAUT, Nina Hop, deutschland 2019

„Ich möchte als der gesehen werden, der ich jetzt bin!“ In diesem experimentellen Dokumentarfilm teilt John, der Zwillingsbruder der Filmemacherin, seine Gedanken über Identität, Körper und Geschlecht mit. Er gewährt Einblicke in sein Leben – und unmittelbare Nähe zu seinem Körper.

UND WEINEN KÖNNEN, Michael Fetter Nathansky, Deutschland 2019

Irgendwo am Stadtrand von Berlin versucht ein Dönerladenbesitzer seinen besten Freund zum Weinen zu bringen. Ein Film zwischen Zwiebeln, ungefühlten Gefühlen und der Frage nach wahrer Freundschaft.

WOCHENBETT, Henriette Rietz, Deutschland 2020

Die Lebensphase, in der sich Herzette befindet, als sie zum ersten Mal Mutter wird. Voll mit Hormonen und ohne Schlaf hat sich diese Zeit in ihr Herz gebrannt. Ein persönlicher Einblick in die Welt einer frischgebackenen Mutter, die dachte, dass die Elternzeit eine Art Sabbatical wird.

Eine Veranstaltung der LAG Queeres Netzwerk Sachsen, des Genderkompetenzzentrum Sachsen sowie der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., in Kooperation mit dem Filmfest Dresden.