Bufdi-Blog: Freiwillig beim FFDD

Einblick in Einsatzstellen-die Freiwilligen von Hellerau im Gespräch

Heute habe ich mir die FSJlerinnen aus Hellerau geschnappt, um mit Ihnen über ein Freiwilligenjahr, ihre Einsatzstelle und die Zukunft zu quatschen. Damit möchte ich dem FSJ bzw. BFD im Kulturbereich etwas mehr Sichtbarkeit geben und individuell auf andere Freiwillige eingehen. Ein großes Dankeschön an meine Unterstützerinnen Elle, Janne, Lotti und Ludmilla! Es hat mir wirklich Spaß mit euch gemacht :)

Kino: mehr als nur eine Leinwand

32. FILMFEST DRESDEN

Wer vermisst es auch? Neue Filme auf der großen Leinwand schauen, gespannt im Kinosaal warten und mit Freunden einen tollen Abend verbringen. Das Kino fehlt mir vor allem in der gegenwärtigen Zeit enorm. Ich bin schon immer gerne ins Kino gegangen und habe mir Filme aus allen möglichen Genres angesehen. Und genau das vermisse ich jetzt umso mehr.

Streaming Dienste und On-Demand-Plattformen wie Netflix und Co haben die Leute schon vor der Pandemie von dem Kinosessel auf die Couch geholt. Der häusliche Komfort, eine flexible Auswahl an Filmen und Serienkonzepte machen dem Kino Konkurrenz. Doch trotzdem fehlt zu Hause das gewisse Etwas. Auch wenn die eigene Couch auf den ersten Blick vielleicht unkomplizierter und entspannter erscheint, bietet sie nicht die Atmosphäre, die ein Kino schafft.

Denn dort gilt der volle Fokus einzig und allein dem Film. Es gibt keine Ablenkung durch Wlan-Probleme, Handys oder nervige Familienmitglieder. Die große Leinwand gibt dem Film die Möglichkeit noch intensiver auf die Zuschauer zu wirken und sie von ihrem Alltag in eine andere Welt mitzunehmen. Sowas geht nun mal nur im Kinosaal.

Für mich ist das Kino ein Kulturort an dem verschiedene Menschen und Figuren aufeinander stoßen, seien sie fiktiv in einem Film oder als Freundesgruppe im Kinosaal. In irgendeiner Weise ist Kino immer ein gemeinsames Erleben. Der Austausch mit Freunden oder Familie direkt nach einem Kinobesuch regt zum Reflektieren an. Vielleicht wird bei dem ein oder anderem filmischen Werk auch der Intellekt gefordert und es wird gemeinsam über die künstlerische Ausführung gegrübelt. Selbst alleine im Kino wird der Film mit anderen Besucher:innen gemeinsam erlebt, wenn auch etwas passiver. Und auch wenn ein Kinobesuch nicht zwingend zu einem Austausch führt, so bietet er dennoch Unterhaltung und die Möglichkeit sich aus dem Alltag etwas zu befreien. Und seien wir mal ehrlich, so ein kleiner Ausbruch tut uns allen hin und wieder gut.

Natürlich spielt das Kino auch für das FILMFEST DRESDEN eine wichtige Rolle. Es ist der Ort an dem die nationalen und internationalen Wettbewerbe gezeigt werden sowie die meisten Sonderprogramme. Das breite Publikum versammelt sich somit in den Dresdner Kinos. Auch für Panels und Talks ist der Kinoraum eine Umgebung, in der während der Festivalwoche spannende und aktuelle Themen aufgegriffen werden und sich Filmschaffende connecten können. Doch die Kinos stellen mehr als nur die Spielorte und Leinwände dar. Neben der einmaligen Atmosphäre tragen sie zum Renommee des Festivals bei und machen das FILMFEST DRESDEN ein Stückchen zu dem was es ist.

Filmgeschichte ist auch Kinogeschichte, denn die ersten bewegten Bilder wurden damals schon auf eine Leinwand projektziert.  Deswegen ist die Filmerfahrung, von den Anfängen bis heute, in einer einzigartigen Weise an das Kino gebunden. Ich hoffe wir können die Kinos bald wieder besuchen und unterstützen! Filmpremieren wird es nach der Coronapause dafür genug geben.

Tipps für zukünftige Bufdis ;)

Ich beim 32. FILMFEST DRESDEN während meiner zweiten Arbeitswoche

Ein neuer Mittwoch, ein neuer Blog. Momentan laufen bereits die Bewerbungen für die nächste Generation der Bufdis und FSJler:innen im Kulturbereich. Vielleicht überlegst du ja auch, ob du ein freiwilliges Jahr machen möchtest und in welchem Bereich du dich einsetzten könntest. Falls das so ist, habe ich ein paar kleine Tipps, wie du ganz allgemein an dein BFD oder FSJ herangehen kannst. Ich hoffe es hilft weiter!

Eine wichtige Frage ist natürlich: "Wie finde ich die perfekte Einsatzstelle?" Das Internet bietet dabei ein wirklich großes Angebot… Damit du nicht den Überblick verlierst, kann ich dir die Website www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de empfehlen. Dort werden mithilfe eines Interessenfilters Einsatzstellen für dich vorgeschlagen. Hast du zum Beispiel eher politische oder musikalische Interessen, spuckt dir der Filter Arbeitsplätze in den entsprechenden Bereichen aus. Während des Durchscrollens entdeckt man viele spannende Arbeitsstellen, da ist bestimmt auch etwas für dich dabei! Ansonsten schau doch einfach mal auf der Website der LKJ Sachsen vorbei. Hier erhältst du viele Infos rund um den Freiwilligendienst. Ich hab übrigens gehört die Einsatzstelle beim FILMFEST DRESDEN soll ganz cool sein…

Wenn du dir unsicher bist, ob du zu wenig Arbeitserfahrungen hast, kann ich dich beruhigen. Du brauchst keine außergewöhnlichen Qualifikationen oder einen besonders guten Schulabschluss, um dich bei einer Einsatzstelle zu bewerben. Habe einfach Lust auf den Einsatzbereich, sei engagiert und mache dir keinen Druck! Solange du offen bist und zeigst, warum du dich für diese Einrichtung oder Institution interessierst und dort arbeiten willst, musst du dir keine zu großen Gedanken machen. Es zählt viel mehr, ob du als Person in das jeweilige Team und zur Arbeitsstelle passt, als beispielsweise eine Reihe an Praktika, die du vorher absolviert hast.

Nach deiner Bewerbung bzw. Anmeldung und der Zusage einer Einsatzstelle erwartet dich ein Jahr voller neuer Erlebnisse. Du erhältst einen ausgeprägten Blick in die Arbeitswelt und bist automatisch Teil dessen. Du erlebst neue Arbeitsstrukturen sowie Teamdynamiken und kannst praktische Erfahrungen sammeln. Sei aufgeschlossen und erwarte nicht sofort, dass alles perfekt läuft. Es braucht ein wenig Zeit bis man sich einigermaßen in die Abläufe eingearbeitet hat. Natürlich musst du dich auch auf ein paar anstrengende Arbeitstage einstellen und dir bewusst sein, dass dein Engagement stets gefragt ist, doch das ist wirklich zu verkraften. Ein kleiner Tipp zum Abschluss: meistens ist es nicht so gut sich auf den letzten Drücker zu informieren bzw. zu bewerben. Ich habe es damals leider so gemacht und bin deswegen auch sehr spontan umgezogen. Das hat für mich auch super funktioniert, aber es hätte auf jeden Fall stressfreier gelöst werden können.

Ein freiwilliges Jahr lohnt sich definitiv! Egal ob für die Persönlichkeitsentwicklung, das Kennenlernen neuer Menschen oder das Sammeln neuer Erfahrungen. Also probiert es doch einfach mal aus und lasst euch überraschen! Es gibt viele tolle Einsatzstellen, die sich auf eure Anmeldungen freuen!

Warum Kultur wichtig ist!

Bild-Quelle: https://www.radewig.de/kultur/

In den letzten sechs Monaten habe ich mich vor allem durch meine Arbeit im Kulturbereich mit dem Kulturbegriff auseinander gesetzt. Mal bewusster, mal unbewusster. Was ist Kultur überhaupt? Wo begegnet sie uns im Alltag und warum ist sie so relevant? Ehrlich gesagt habe ich für alle Fragen keine stichfeste Antwort und bin immer noch dabei das breite kulturelle Spektrum zu erkunden.

Die Google-Suchmaschine spuckt unzählige Definitionen zum Thema Kultur aus. So eine richtig eindeutige Zuordnung bleibt aus und der Begriff ist schwer zu kategorisieren. Wörter wie „Traditionen“, „von Menschen geschaffen“, „Kunstformen“ oder „Sitten und Bräuche“ fallen häufig. Trotz der vielen verschiedenen Ansätze den Begriff zu konkretisieren, gibt es meistens immer eine Gemeinsamkeit. Kultur wurde und wird vom Mensch ständig weiterentwickelt. Traditionelle Gerichte, gesellschaftliche Werte, literarische Werke oder eben ein Kurzfilm wurden von Menschen geschaffen und können alle in den Kulturbereich eingeordnet werden. Kultur kann somit einerseits ein verbindendes Element innerhalb einer Gemeinschaft sein und diese festigen oder eine individuelle Ausdrucksform einer Person verkörpern. Sie setzt sich aus mehreren kleinen Teilen zusammen und kann nur schwer als „Großes Ganzes“ betrachtet werden. Ihr seht, ein ziemlich weitgefächerter Begriff, der schwer auf den Punkt zu bringen ist…

Damit mein heutiger Artikel nicht zu sehr ausufert, habe ich mir selber die Frage gestellt: Was heißt Kultur persönlich für mich? Tatsächlich habe ich mich bis zum ersten Bufdi-Seminar im Oktober 2020 nicht wirklich intensiv damit auseinandergesetzt. Dort wurde uns genau diese Frage während eines Waldspaziergangs gestellt. Ich glaube neben den geschichtlichen Aspekten, bedeutet Kultur für mich vor allem eine Möglichkeit die Wirklichkeit besser zu verstehen oder neu zu hinterfragen. Wenn ich beispielsweise einen Kurzfilm schaue, egal ob fiktiv oder nicht-fiktiv, erlebe ich eine entweder abstrakte oder weniger abstrakte Reflexion der Realität. Vielleicht spiegelt der Film eine aktuelle politische Situation wieder oder vielleicht erinnert mich ein inhaltlicher Aspekt an ein persönliches Ereignis in meinem Leben. So oder so: Kultur ermöglicht einerseits einen Ausbruch aus der alltäglichen Realität und bietet gleichzeitig ein Eintauchen in eine andere. Durch sie werden wir zum Reflektieren angeregt und können eine neue Sichtweise auf die Dinge entwickeln. Das mag im ersten Moment etwas verwirrend klingen, doch ein kulturelles Werk hat immer eine Wirkung auf den Rezipienten und seine Wirklichkeit, egal ob in der Literatur, der Musik, beim Theater oder beim Film. Menschen prägen Menschen.

Durch meinen Bundesfreiwilligendienst ist mir die Diversität der Kultur bewusster geworden. Viele verschiedene Einsatzstellen von unterschiedlichen Bufdis, bieten etliche neue Sichtweisen, Erfahrungen und Entdeckungen neuer Kulturbereiche. Somit dachte ich automatisch intensiver über das Thema nach. Kultur fördert nicht nur die individuellen Perspektiven einer Person, sondern auch den sozialen Austausch. Sie verbindet Individualität mit Kollektivität. Natürlich habe ich auch durch meine Tätigkeit beim FILMFEST DRESDEN erkannt, wie vielseitig allein die Kurzfilmbranche ist und wie viel Arbeit und Mühe hinter der Organisation einer kulturellen Veranstaltung steckt. Grade deswegen ist Kulturförderung so wichtig!

Um meinen Artikel auf den Punkt zu bringen: wir brauchen Kultur. Ohne sie wäre die Welt leer und wir würden alle ziemlich sicher verrückt werden. Kultur hängt unmittelbar  mit der Weiterentwicklung der Menschen zusammen. Wir brauchen eine Möglichkeit des Ausbruchs und der Verarbeitung unserer eigenen Realitäten. Wir brauchen eine Möglichkeit unsere Meinung oder Widerstand in die Welt zu tragen. Wir brauchen eine Möglichkeit des Ausdrucks. Und auch wenn wir Kunst, Kino, Literatur manchmal für selbstverständlich erachten, prägen sie immer. Kultur ist Vielfalt und ohne Vielfalt wären wir nichts.

Back to school: Kurzfilm und Lernen

Mein heutiger Post wird ein wenig an den vorletzten Blogeintrag anknüpfen, in welchem ich über meine eigenen Erfahrungen und Ansichten zum Thema „Filmbildung in Schulen“ geschrieben habe. Allerdings wird es diesmal etwas spezifischer. Da ich bei einem Kurzfilm-Festival arbeite, wird es so langsam mal Zeit, dass der Kurzfilm auch im Fokus steht. Wie kann Kurzfilm in Bildungsstätten eingesetzt werden? Welche Vorteile schafft das Lernen mit dem kurzen Film und wie kann er genutzt werden? Zwar bin ich kein Experte, doch je mehr ich mich mit dieser Thematik beschäftigte, desto mehr glaube ich an die Nützlichkeit des Mediums für den Unterricht.

Zuerst das Offensichtlichste: der Kurzfilm ist schlichtweg kürzer. Überraschung! Das bedeutet eine einfache Einbindung in normale Unterrichtsstunden. Kein Stundenplan wird gesprengt, kein Film muss in zwei Hälften geguckt werden und die Vor- und Nachbereitung des Films kann während einer Einheit erledigt werden. Die Konzentrationsspanne jüngerer Schüler:innen wird dabei nicht strapaziert, sodass der Fokus auf bestimmte Aufgabenstellungen aufrecht erhalten werden kann. Ein passiver Konsum des Mediums wird verhindert und eine aktive Aufnahme der dargestellten Inhalte kann ermöglicht werden. Ein Langfilm wird diesen Ansprüchen normalerweise nicht gerecht.

Zusätzlich entspricht der Kurzfilm der Sehgewohnheit der heutigen Generation. Plattformen wie YouTube oder andere Social-Media-Kanäle dominieren heutzutage den Medienkonsum jüngerer Leute (meine Generation miteingeschlossen). Die kurzen Clips und Videos sind somit ein elementarer Bestandteil der Internetwelt und damit auch der Jugend. Ein Kurzfilm erscheint deswegen ein wenig zugänglicher. Die meisten Schüler:innen sind nun mal Videos mit knappen Inhalten und Handlungen gewöhnt. Durch diese Entwicklung, welche ich nicht immer als positiv bewerten würde, passt der kurze Film gut in den heutigen Unterricht. Trotzdem bin ich großer Unterstützer des Kinos und finde es wichtig, dass es der Schülerschaft als Ort der Filmkunst nahgebracht wird. Egal ob durch individuelle Kinobesuche der Klasse, Filmfestivals oder beispielsweise der SchulKinoWoche von VISION KINO, Hauptsache gute Filme und Kinoerlebnisse.

Wie eben schon angedeutet, bietet der Kurzfilm kompakte Erzählweisen. Thematiken werden schnell und knackig vermittelt, gebündelte Inhalte werden trotzdem detailreich und vielschichtig weitergegeben. Dabei sind keine Grenzen gesetzt. Kurzfilm ist nämlich vor allem Vielfalt. Von politischen sowie gesellschaftlichen Problematiken bis hin zu geschichtlichen Aspekten oder thematischen Bearbeitungen in Deutsch und Englisch kann der Kurzfilm als lehrendes Medium dienen. Und mal ehrlich, wer kriegt nicht ein kleines bisschen mehr Lust auf’s Lernen, wenn ein Film im Spiel ist? Also ich definitiv. Nebenbei werden natürlich auch noch die filmanalytischen Fähigkeiten geschult. Erkenntnisse über die Filmsprache, Ästhetik, Dramaturgie und Medienrezeption stellen zum Beispiel ein Teil dessen dar und können durch kleine Eigenproduktionen gefestigt werden.

Vermutlich gibt es bereits ein paar „medienfreudige“ Lehrkräfte, die den Kurzfilm in den Unterricht integrieren und damit lehren. Beispielsweise bieten die Kongresse von VISION KINO zum Thema Filmbildung eine Möglichkeit sich in diesem Gebiet stets weiterzubilden und zu informieren. Vor einigen Jahren hat die AG Kurzfilm, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Pädagogische Hochschule Freiburg sowie VISION KINO eine Liste mit „100 Kurzfilmen für die Bildung“ veröffentlicht. Bemühungen, den Kurzfilm der Schule näher zu bringen gab und gibt es also schon. Ich würde mir wünschen, dass sich vermehrt Lehrkräften mit diesem Thema auseinandersetzten, etwas mehr ins Zeug legen und sich die Vorteile dieses Mediums im Unterricht aneignen. Davon würden sicherlich alle profitieren und der Schulalltag sähe schon gleich bunter aus. Ein noch ausgedehnteres Spektrum an Unterrichtsmaterialen zum Kurzfilm würde diesen medienpädagogischen Ansatz vermutlich noch attraktiver machen, auch wenn es schon ein paar Optionen gibt.

(Ein kleines Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an die Festivalleiterin Sylke Gottlebe aussprechen, da sie mir bei diesem Artikel einige Tipps und Infos gegeben hat, welche mir wirklich sehr weitergeholfen haben.)

BFD und Corona: Home Office, Seminar und mehr

Zoom-Screenshot mit "wunderschönen" Portraits während der Seminarwoche

Eigentlich hat keine:r mehr Lust sich mit dem Thema Corona, Lockdown und Home Office zu befassen. Die Situation nervt, wahrscheinlich haben sich die meisten ihr BFD oder FSJ anders vorgestellt, aber wir befinden uns eben doch alle in dieser Lage. Deswegen will ich hiermit ein paar optimistische Zeichen setzten, denn ich neige oft auch dazu die Welt nur noch in Schwarz und Weiß zu sehen und die ganzen positiven Dinge zu wenig wahrzunehmen.

Ja, Home Office ist manchmal blöd. Zu Hause alleine rumhocken und zwei Stunden am Stück während eines Online-Meetings auf den Bildschirm zu starren, kann anstrengend sein. Ich merke es ja selber. Meine Konzentrationsfähigkeit verabschiedet sich schleichend und auf einmal überkommt mich die Müdigkeit. Dafür ist meistens mein gemütliches Bett mein vorübergehender Arbeitsort. Ein echter Vorteil… Ich kann länger schlafen und fange trotzdem zur gleichen Zeit an zu arbeiten, zu welcher ich auch im Büro anfangen würde. Klingt für mich nicht schlecht. Auch die Jogginghose ist mein treuer Begleiter während der Corona Zeit und ermöglicht ein höchst komfortables Arbeiten… Aber jetzt ernsthaft: das Home Office hat mir zu einer noch eigenständigere Arbeit geholfen. Ich lerne meine Zeit besser einzuteilen und meines Arbeitstag selber zu organisieren. Zeitmanagement ist nie perfekt, aber jetzt habe ich keine andere Möglichkeit, als mich um meine Aufgaben und deren Bearbeitung eigenverantwortlich zu kümmern, sodass auch alles geschafft wird.

Doch nicht nur meine Team-Meetings beim FILMFEST DRESDEN finden digital statt, sondern auch das zweite Seminar (kleine Erinnerung: die LKJ Sachen veranstaltet insgesamt 4 Seminarwochen, in denen sich alle Bufdis und FSJler:innen treffen und austauschen). Normalerweise wären wir während des Seminars in Görlitz gewesen, jedoch war dies offensichtlich nicht möglich. Deswegen steht seit Montag ein Online-Seminar an. Zugegeben war ich davon anfangs auch überhaupt nicht begeistert. Vor allem, weil mir das erste Seminar so gut in Erinnerung geblieben ist und ich mir nicht vorstellen konnte, dass eine digitale Version diese Interaktion ersetzten könne. Natürlich ist ein Zoom-Seminar atmosphärisch anders. Es kann zu technischen Problemen kommen, man sieht alle Köpfe nur in kleinen Fenstern und irgendwie sitzt man dann doch alleine im Zimmer. Trotzdem hab ich die Erfahrung gemacht, dass der intellektuelle und soziale Austausch in keiner Weise verloren geht.

Auch wenn es „nur“ in digitaler Form organisiert werden konnte, haben wir die Möglichkeit uns zusammen über kulturelle und persönliche Themen auszutauschen. In dieser Woche ist das Überthema „Identität“. Super spannend, sehr fasettenreich und ich würde mal behaupten, eine nie endene Auseinandersetzung mit sich selbst. Durch verschiedene Workshops können wir Erfahrungen teilen, uns weiterbilden und unser Gruppengefühl noch etwas stärken. Das beste während den ganzen Diskussionen und Dialogen? Ich kann die ganze Zeit dabei essen und es mir am Schreibtisch, im Bett oder auf der Couch bequem machen!  Ich will hier nichts schön reden, aber ich glaube, es tut uns allen gut die positiven Aspekte aus der Situation mitzunehmen und wertzuschätzen. Deswegen bin ich einfach froh, dass die Seminarwoche nicht abgesagt werden musste und ich eine kleine Abwechslung zu meinem Arbeitsalltag und dem Home Office bekomme (fettes Dankeschön an alle Organisatoren!)

Trotzdem darf man natürlich nicht vergessen, wie schwer alle, auch die Kultureinrichtungen haben und wie negativ sich die Isolation und der Lockdown auf die mentale Verfassung auswirken kann. Das ist wichtig und darf nicht ignoriert werden. Auch ich habe mich in letzter Zeit manchmal etwas alleine gefühlt und war frustriert. Deswegen finde ich es umso bedeutender, sich die positiven Erlebnisse vor Augen zu führen und etwas daran festzuhalten.

Haltet durch, bleibt kreativ und versucht optimistisch zu sein (auch wenn’s schwer ist)!

Mehr Filmbildung in Schulen?

Bildquelle: www.kreis-mettmann.de

Alle Schüler:innen kennen es: Die klassische Dokumentation im Geschichtsunterricht oder die Verfilmung literarischer Werke, welche im Deutsch- oder Englischunterricht gezeigt werden. Film ist in der Schule teilweise ein beliebtes Medium, um bestimmte Inhalte des Lehrplans zu vermitteln. Doch für gezielte Filmbildung ist im schulischen Alltag meistens kein Platz, dabei trägt der Film heutzutage einen maßgeblichen Teil zur Mediengesellschaft sowie –kultur bei.

Es müssen nicht direkt die Regisseur:innen, Drehbuchautor:innen und Produzent:innen von morgen ausgebildet werden, doch ein wenig mehr Filmwissen würde dem schulischen Alltag sicher zu Gute kommen.

In meiner Schule gab es lediglich den WU Film (Wahlunterricht) von der achten bis zur zehnten Klasse. Mein Bruder belegte die letzten zwei Jahre diesen Kurs und konnte Film so außerhalb des gewöhnlichen Unterrichts erfahren. Die Schüler:innen schauen zusammen verschiedene Filme und besprechen hinterher beispielsweise die Filmmusik, Kameraperspektiven oder die Dramaturgie. Außerdem haben sie die Möglichkeit eigene kleine Kurzfilme mit ihren Handys zu drehen und später zu schneiden. Dafür bekommen sie lediglich ein Thema vorgeben und können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ich finde, das ist zumindest ein Anfang. Auch wenn der WU nur einmal pro Woche stattfindet, können Grundsteine für ein filmisches Interesse gelegt werden.

Während meines Auslandaufenthaltes in England hingegen, konnte ich das Fach „Film Studies“ als eines meiner Hauptfächer belegen. Zwar gibt es dazu erst die Möglichkeit in der Oberstufe (zumindest an meiner Schule), dennoch hatte ich den Eindruck, dass mehr Wert auf Individualität und eigene Interessen gelegt wurde. In der Oberstufe werden nur 4 Fächer gewählt, welche alle gleichmäßig unterrichtet werden. Dabei kann frei ausgesucht werden. Am liebsten hätte ich auch Mathe abgewählt, aber dies war leider von Seiten meiner Organisation nicht erlaubt (habe so gut wie nichts verstanden, hupsi). In „Film Studies“ wurde ein breites Spektrum der Filmindustrie abgedeckt. Filmgeschichte, der wirtschaftliche Hintergrund, Filmanalysen sowie kleine kreative Aufgaben waren Teil des Unterrichts. Überraschung: es war mein Lieblingsfach und ich habe mir danach immer gewünscht, in Deutschland auch so frei meine Fächer wählen zu können. Dann hätte ich mich wenigstens nicht mit Naturwissenschaften rumquälen müssen hihi. Natürlich will ich die Wichtigkeit der anderen Fächer überhaupt nicht abstreiten, eine allgemeine Bildung ist schließlich wertvoll. Doch wieso kann Film nicht auch Teil dessen sein? Es muss ja nicht gleich das neue Hauptfach jeder Schule werden…

Film ist nicht nur ein großer Aspekt der Medienwelt in der heutigen Gesellschaft, sondern kann auch eine künstlerische Verarbeitung von Realitäten und Fiktionen verkörpern. Ich finde, wenn literarische Werke und Kunstwerke besprochen werden können, dann kann einem Film auch ab und zu ein wenig mehr Bedeutung zugeschrieben werden. Gewiss geht die Filmgeschichte nicht so weit zurück wie die Literaturgeschichte, trotzdem hat sie einiges zu bieten. Kultur und Kunst sind nicht nur Bücher, genau so wie Naturwissenschaft nicht nur Mathematik ist.

2020-Impressionen und Erfahrungen

Home Office in Marburg mit Hund (Jogginghose und Pulli gehören zur Standardausrüstung)

Wow, das Jahr ist fast rum. Eigentlich wollte ich in meine nächsten Blog-Posts über Filmbildung und Film in der Schule schreiben, aber da dies mein letzter Eintrag im Jahr 2020 sein wird, kommen heute ein paar Zeilen über meine Erfahrungen, welche ich beim FILMFEST DRESDEN bisher sammeln konnte (keine Sorge, Posts über Kurzfilm und Filmbildung folgen). Rückblickend habe ich mehr ein Bewusstsein dafür entwickelt, was es heißt ein Festival vorzubereiten und konnte für mich als Person viel mitnehmen. Es ist zwar Ende Dezember und eigentlich hat die Organisation und Vorbereitung erst begonnen, dennoch gab es für mich schon den ein oder anderen „Aha-Moment“. Deswegen kommen jetzt drei kleine Wahrheiten, die ich für mich feststellten durfte:

1. Arbeiten ist anstrengender als man denkt!

Ja okay, hätte ich mir auch vorher denken können. In einen Arbeitsalltag rein geschmissen zu werden, ist erstmal eine Umstellung. In der Schule sitzt man zwar auch teilweise bis 17 Uhr, aber trotzdem ist Arbeiten etwas vollkommen anderes. Wahrscheinlich sind mehr Eigenverantwortung und Selbstorganisation dafür der Hauptgrund. Um sich in neue Themengebiete und unbekannte Arbeitsabläufe einzuarbeiten, ist ein wenig Geduld und Zeit gefragt. Schließlich müssen sich fremde Strukturen und Gewohnheiten vorerst festigen. Man befindet sich plötzlich in einer komplett ungewohnten Rolle und zumindest ich musste erstmal feststellen, dass ein Bundesfreiwilligendienst kein entspanntes Praktikum ist.

2. Überdenken hilft nicht

Leider mache ich das wirklich viel zu häufig, obwohl es total unnötig ist. Vor allem zu Beginn war ich mir sehr unsicher, ob ich alles richtig mache, ob ich gut genug im Team mithelfe und so weiter. Mir fällt es manchmal schwer einfach „abzuschalten“ und loszulegen. Doch auch das habe ich gelernt und versuche immer noch daran zu arbeiten. Ich muss mir immer mal wieder vor Augen führen, dass mein BFD ein Prozess ist und ich daraus für mich unglaublich viel ziehen kann. Sich selber stressen, ist dabei eher kontraproduktiv. Eigentlich hilft es immer, einen Schritt zurückzutreten und durchzuatmen, wenn der Berg mal wieder zu groß erscheint. Manchmal habe ich noch kleine „Überforderungsattacken“ bis ich merke, dass ich mir eigentlich keine Gedanken machen muss und mit meiner Arbeit gut dabei bin. Wie gesagt, ich arbeite daran…:D

3. Die Sichtung von Kurzfilmen kann seeeehr lange dauern

Wie in meinem letzten Blog-Eintrag schon angesprochen, sichte ich für das Open-Air und das Kinder- und Jugendprogramm. Und wer sich jetzt denkt „Ach nett, drei, vier Kurzfilme gucken, ist doch entspannt“, der hat sich geirrt. Ich saß schon Stunden vor meinem Laptop und habe gemerkt, wie schnell die Zeit während des Kurzfilm-Guckens vergehen kann. Nach einer Stunde sind vielleicht 5 Filme geschafft und ich habe noch eine Liste mit 100 Filmen vor mir. Ich will überhaupt nicht jammern, denn es macht mir wirklich Spaß einen Blick in die diesjährigen Einreichungen zu werfen und sogar eine kleine Vorauswahl für die Programme treffen zu können, doch ich habe den Zeitaufwand dahinter etwas unterschätzt. Deswegen haben auch alle Sichter:innen, die weitaus mehr sichten als ich, meinen größten Respekt neben der Arbeit noch so viele Filme zu gucken und zu bewerten. Ab und zu raucht da nämlich schon der Kopf, wenn man stundenlang vor dem Laptop sitzt und einen nach dem anderen Kurzfilm guckt.

Vielleicht sind meine Einsichten für den ein oder anderen unter euch interessant, vielleicht habt ihr euch das auch schon alles gedacht. Für mich war es wichtig ein wenig über meine Zeit bis jetzt zu reflektieren und sie wertzuschätzen. Ein weiterer Punkt, mit dem ich mich wie viele andere auch gezwungenermaßen auseinander setzten musste, ist das Home Office. Seit November arbeite ich hauptsächlich von zu Hause aus und sehe das Team nur über Laptop-Bildschirme. Es nervt, nicht alle persönlich im Büro sehen zu können und es fällt mir auch manchmal schwer, zwischen „Feierabend“ und Arbeit zu differenzieren. Beides findet schließlich an einem Ort statt. Ich kann mich glücklich schätzen, alles von zu Hause aus erledigen zu können und hoffe, dass alle Bufdis bald wieder gewohnt an ihre Einsatzstelle zurückkehren können.

Bis dahin, wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund, macht keinen Scheiß und guckt ganz viele Filme (momentan könnt ihr sowieso nix anderes machen;))!

Behind the scenes: Meine Aufgaben beim FILMFEST DRESDEN

Ich mit Klappe bei den Moderations-Aufnahmen des Jungen Kuratoriums für den Kurzfilmtag

Heute bekommt ihr einen kleinen Einblick in meinen Alltag als Bundesfreiwillige. Wer weiß, vielleicht ist eine:r von euch schon nächstes Jahr beim FILMFEST als Bufdi tätig…

Mittlerweile bin ich nun schon fast vier Monate in Dresden und habe mich wirklich gut eingelebt. An meinem Orientierungssinn kann zwar noch gearbeitet werden, aber ansonsten fühle ich mich hier echt wohl. Natürlich hat das etwas gedauert, schließlich kannte ich hier niemanden und bin auch generell ein Mensch, der alles erstmal ganz genau beobachtet.

Anfang September bin ich direkt in den Festivaltrubel eingetaucht und konnte alles auf mich wirken lassen (ich kann euch sagen, so ein Festival bedeutet viel Stress und ist nervenaufreibend). Ein paar Aufgaben hatte ich auch zu erledigen, dennoch blieb mir viel Zeit die Programme und Events anzugucken. Ob es nächstes Jahr für mich auch so entspannt wird…? Wahrscheinlich nicht, aber das ist ja auch gut so. Inzwischen habe ich nämlich zunehmend an Selbstständigkeit und Selbstvertrauen bei der Arbeit gewonnen.

Doch was sind denn jetzt meine Tätigkeiten und wofür bin ich verantwortlich? Ich kann meine Aufgaben weitgehend eigenständig erledigen und bin wirklich froh, dass mir von Anfang an viel Vertrauen entgegen gebracht worden ist. Natürlich werden Rückfragen nicht ausbleiben, doch das ist auch nicht zu erwarten.

Momentan sichte ich, unter anderem, potentielle Filme für die Kinder- und Jugendsektion und fange bald an mir ein paar mögliche Filme für unser Open-Air-Programm anzuschauen. Irgendwie schon cool, wenn ein Teil der Arbeit, filmeschauen ist. Vor allem durch den Austausch im Team habe ich viel über das Auswahlverfahren von Kurzfilmen mitnehmen können. Mittwochs werden nämlich oft zusammen Filme für das Sonderprogramm gesichtet und besprochen.

Mein Tag besteht aber nicht nur aus Filmen. Excel-Tabellen sehe ich zum Beispiel auch häufiger mal. Ob das jetzt für das Erstellen von Serienmails, Recherche von Kontakten oder für Filmlisten ist, variiert immer mal wieder. Dafür, dass ich vorher sozusagen fast keine Erfahrung mit Excel hatte, läuft es ganz gut. Ich entdecke gefühlt jede Woche wieder eine neue Funktion des Tools, aber so wird es wenigstens nicht langweilig.

Tatsächlich sind meine Aufgaben abhängig davon, was gerade ansteht und was noch geplant werden muss. Für den Adventskalender auf unseren Social-Media-Plattformen zum Beispiel, habe ich im November geholfen ein paar Ideen zu sammeln und Inhalte rauszusuchen (kleine Werbung: guckt unbedingt bei Facebook und Instagram vorbei! In unserem Adventskalender gibt es tolle Rezepte, Filmempfehlungen und die Meinungen unseres Festivalhundes Mila zu sehen).

Ich bin gespannt, was mich im neuen Jahr erwartet und welche Aufgaben ich übernehmen werde. Ich freue mich total darauf und bin jetzt schon ein bisschen geschockt, dass ein Drittel meines BFDs bald rum sein wird… Vier Monate vergehen eben doch schneller, als man denkt.

Falls es euch in den nächsten Tagen mal zu langweilig werden sollte, habe ich hier einen Tipp für euch: Vom 19.-21. Dezember gibt’s bei uns im Rahmen des Kurzfilmtages einen kleinen Ausschnitt des letzten Festivalprogrammes online zu sehen! Bei diesem Projekt habe ich mich übrigens primär um die Filmanfragen gekümmert. Das Junge Kuratorium stellt nochmals einige Filme vor und ich kann euch versprechen, es lohnt sich auf jeden Fall auf unserer Website vorbei zu schauen! Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und eine erholsame Zeit. Bleibt gesund!

Bufdi-Blog? Was soll das sein?

Vielleicht stellst Du dir auch gerade diese Frage. Ich bin Hannah und mache dieses Jahr einen Bundesfreiwilligendienst beim FILMFEST DRESDEN. Ursprünglich komme ich eigentlich aus Hessen und wohne über 400km von der sächsischen Hauptstadt entfernt. In diesem Blog soll es primär um die Erfahrung als Freiwillige:r und natürlich den Kurzfilm gehen. Eine Plattform für alle Fimbegeisterten und Interessierten an einem kulturellen freiwilligen Jahr unter euch.

Sooo jetzt erstmal zu den Basics. Wie bin ich überhaupt beim Filmfest gelandet und warum habe ich mich dazu entschlossen, ein Jahr lang als Freiwillige zu arbeiten? Meine Begeisterung für Film und Kino spielte für meine Bewerbung wohl die wichtigste Rolle. Zwar habe ich noch nie an einer Filmproduktion mitgearbeitet (auch wenn das sicherlich mal spannend wäre), jedoch liebe ich es mich mit Filmen und deren Hintergründen zu beschäftigen. Durch meinen halbjährigen Aufenthalt in England, bei dem ich mit 15 Jahren eine englische Schule nicht weit von London besuchte und dort für knapp 6 Monate bei einer Gastfamilie wohnte, begann ich erstmals eine Faszination für das Medium des Films zu entwickeln. Glücklicherweise konnte ich dort nämlich das Fach Film Studies belegen und von einem anderen Blickwinkel in die Welt des Films eintauchen. Wir setzten uns unter anderem mit filmgeschichtlichen Klassikern wie Hitchcock’s Psycho auseinander oder analysierten die Symbole in Mendes‘ American Beauty.

Eine Möglichkeit wäre natürlich gewesen direkt mit einem Studium im Bereich Film und Medien anzufangen, doch dazu fühlte ich mich noch nicht bereit. Heutzutage gibt es vor allem im Medienbereich ein unglaublich vielfältiges Angebot an Studiengängen, sodass ich mir nicht sicher war, welches Studium zu mir passen könnte. Na gut, vielleicht hätte man sich auch etwas intensiver und zeitiger drum kümmern können, aber diesen Punkt lassen wir einfach mal außen vor… Das Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst kam mehr oder weniger spontan. Ich überlegte also,was ich mit meinen Interessen noch so alles machen könnte außer direkt an eine Universität oder Hochschule zu gehen. Und so fing ich an rum zu googeln und stieß irgendwann auf die Seite der LKJ (Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung) Sachsen e.V.! Auf der Website konnte ich Angebote freier Einsatzstellen ansehen und bewarb mich somit letztlich bei der Filminitiative Dresden e.V. Zugegeben hatte ich ein wenig Glück, denn dies war auch die einzige Stelle, bei der ich mich beworben habe. Es war also definitiv eher eine Sache des Zufalls (oder Schicksals, je nachdem woran man glaubt), dass ich hier in Dresden gelandet bin. Abgesehen davon war das Ganze auch eher spontan und kurzfristig, als durchgeplant. Zwischen meiner Zusage der Stelle und dem Beginn meiner Arbeitszeit lagen nämlich nur etwa drei Wochen. Es verlief aber alles weitgehend problemlos. Ich bin gut angekommen und könnte nicht glücklicher mit meiner Stelle beim FILMFEST DRESDEN sein. Manchmal klappen die spontanen Dinge eben doch am besten!

Im Laufe eines freiwilligen Jahres, ist jede:r Freiwillige:r dazu angeregt, ein eigenes Projekt zu entwerfen und auf die Beine zu stellen. Dabei gibt es kaum Grenzen oder Regeln, solange man es finanzieren kann und die Einsatzstelle damit einverstanden ist.  Wer hätte es gedacht, denn mein Projekt soll dieser Blog werden. Ich habe mich dazu entschieden, weil es einerseits zu der Verarbeitung meiner eigenen Erfahrungen dienen und dabei auch gleichzeitig anderen Jugendlichen ein wenig Einblick in ein freiwilliges kulturelles Jahr gewähren soll. Andererseits werden von mir geschriebene Artikel oder Reviews zur Kurzfilmbranche erscheinen sowie Berichterstattungen über bestimmte Themen, die mich persönlich ansprechen und für ein junges Filmpublikum interessant sein könnten. Meine Posts werden hier alle zwei Wochen mittwochs auf der Website erscheinen. Es bleibt also spannend!

Das Projekt geht ausschließlich von meinem Standpunkt aus, der Blog ist keine rein objektive Plattform mit informativen Texten. Ich werde meine eigene Meinung zu ausgewählten Themen und Ereignissen preisgeben und die Internetwelt daran teilhaben lassen. Natürlich betreibe ich vorher Recherchen, um nicht blind über die entsprechende Materie zu schreiben. Dennoch sollen meine Erfahrungen und Gedanken im Vordergrund stehen, über die sich jeder sein eigenes Bild schaffen kann. Der Bufdi-Blog ist nun also offiziell ins Leben gerufen worden, jetzt kann es ja nur noch gut werden… ;)