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SUMMARY:Schwerpunkt 4: Zwischen Welten
DESCRIPTION:Heimat ist etwas Festes und doch Brüchiges. Etwas Eindeutiges\, doch Ungreifbares. Sie ist mehr als nur ein Ort. Sie ist Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zur Zukunft. Sie ist fortwährende Erfahrung und flüchtiges Gut in einer Zeit\, in der Menschen gewollt oder ungewollt immer mehr zu Nomad:innen werden. Die hier versammelten Filme bilden verschiedene Facetten von dem\, was Heimat sein kann: Teil einer Identität\, an der wir arbeiten und die sich immer wieder neu bildet. Lebensverständnis\, Weltsicht\, Emotion\, ein Gefühl zwischen Verbundenheit mit anderen und Ausschluss\, angesiedelt zwischen Erinnerung und gelebter Realität.\nHeimat kann auch im Möglichsein\, in der Utopie zu finden sein. Im Musikvideo K-BOB STAR von Hansol Kim wird die Großmutter und Hausfrau Young-E Son beispielsweise in einen virtuellen Popstar verwandelt. Eine große Rolle spielt dabei ein Essen\, das wie kein anderes Ritual mit der koreanischen Heimat verbunden ist. Die Animation WAVES ’98 von Ely Dagher ist eine bewegende Meditation über den Widerspruch\, sich in der eigenen Heimat verloren zu fühlen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Alejo Franzettis traumartiger Spielfilm DIE GANZE NACHT handelt von sozialer\, mentaler und räumlicher Heimat und skizziert die Situation einer Frau\, die angesichts einer Anfeindung mit Selbstbewusstsein ihre Zugehörigkeit zu einer Kultur verteidigt und sich behauptet. L’AVANCE von Djiby Kebe konzentriert sich auf die Beziehungsheimat\, auf komplexe familiäre Beziehungen und Verpflichtungen\, und zeigt\, dass die Wünsche nach finanziellem und gesellschaftlichem Aufstieg nicht immer damit vereinbar sind. \nEin großer Mosaikstein der Heimat kann die Natur sein. Das Zeitalter des Anthropozäns\, in dem der Mensch durch gravierende Eingriffe zur zentralen Kraft wird\, welche die Natur prägt\, hat auch Einfluss auf das Konzept Heimat. Der Essayfilm SONNE UNTER TAGE von Alex Gerbaulet und Mareike Bernien ist eine Tiefenbohrung durch Raum und Zeit in den historischen Schutthalden Ostdeutschlands\, die der Uranabbau zur Zeit der DDR durch die Bergbaugesellschaft Wismut hinterlassen hat.\n\nHusein Bastouni\, Sven Pötting
LOCATION:Dresden\, Schauburg\, Tarkowski-Saal
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