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SUMMARY:Regionaler Fokus: Das Auge von Dresden – Retrospektive Ernst Hirsch
DESCRIPTION:Das alte Dresden\, prächtige Residenz der Wettiner Kurfürsten\, Perle des Barock – es sind Zuschreibungen wie diese\, die das Selbstverständnis der sächsischen Hauptstadt bis heute prägen. Dieses Dresden ist im Zweiten Weltkrieg in Flammen aufgegangen. Ein Schicksal\, das es mit vielen anderen deutschen Großstädten teilte\, das jedoch wohl in keiner davon im kollektiven Gedächtnis bis heute derart präsent ist. Das hat vielleicht auch mit den unzähligen Bildern der Stadt zu tun\, gebannt auf lichtempfindliche Filmstreifen. Schließlich war Dresden nicht nur historische Kulisse\, sondern eine Zeitlang auch größter Produktionsstandort von Fotoapparaten\, Filmkameras\, Projektoren\, Fotopapieren und Filmmaterial in Europa. Material\, das natürlich irgendwo ausprobiert werden musste\, und so entstanden von all der barocken Pracht nicht nur unzählige Fotoaufnahmen\, sondern auch zahlreiche bewegte Bilder. \nDass viele davon erhalten sind\, haben wir Ernst Hirsch zu verdanken. Der Dresdner Kameramann\, Dokumentarfilmer und Regisseur trug in seinem privaten Archiv zahlreiche historische Filme über Dresden zusammen\, die ältesten stammen von 1903. Aber es ist nicht nur die Sammlerleidenschaft\, die Ernst Hirsch den Beinamen „Das Auge von Dresden“ einbrachte. Als Neunjähriger erlebte er den Untergang der Stadt\, ihren Wiederaufbau begleitete er selbst mit der Filmkamera. Den Kunstwerken Dresdens und den Künstler:innen\, die hier tätig waren\, setzte er zahlreiche dokumentarische Denkmale\, aber er machte auch vor für die Dresdner:innen schmachvollen Themen\, wie dem „Judenlager“ am Heller\, keinen Halt. \nEinen Teil des Archivs von Ernst Hirsch haben die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Filmverband Sachsen während der Pilotphase ihres gemeinsamen Programms zur Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) bereits 2018 digitalisiert. Im vergangenen Jahr erwarben die SLUB und die Museen der Stadt Dresden dann die gesamte Film- und Kamerasammlung von Hirsch\, um sie für kommende Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein kleiner Ausschnitt aus insgesamt mehr als 400 Filmrollen ist anlässlich des bevorstehenden 90. Geburtstages von Ernst Hirsch im Regionalen Fokus zu sehen. Im Zentrum steht historisches Archivmaterial aus der Zeit vor 1945\, ergänzt wird es durch Aufnahmen des Filmemachers vom Wiederaufbau des Zwingers\, der Hofkirche und der heutigen Wilsdruffer Straße aus den 1950er und 60er Jahren sowie der Frauenkirche aus den 1990ern. Das zum Teil stumme Filmmaterial wird live vertont von Johannes Gerstengarbe.\n\nKuratiert von André Hennig\, Ernst Hirsch\, Lukas Schneider\n\nVor Beginn der Aufführung am Mittwoch bittet der Filmverband Sachsen alle Gäste zu einem kleinen kostenfreien Empfang.\n\nÜber Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) \nSeit 2016 kümmert sich der Filmverband Sachsen gemeinsam mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) um die Bewahrung analoger audio-visueller Medien mit Bezug zum Freistaat. Durch das Landeprogramm SAVE werden audio-visuelle Kulturgüter und Forschungsdokumente mit sächsischem Bezug fachgerecht digitalisiert\, öffentlich zugänglich gemacht und für die Zukunft dauerhaft gesichert. Gefördert wird das Landesprogramm SAVE durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft\, Kultur und Tourismus aus Mitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
LOCATION:Dresden\, Clubkino im Lingnerschloss
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