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SUMMARY:Schwerpunkt 1: … What a Way to Make a Living!
DESCRIPTION:Wie verbringt Ihr Eure Tage? Wie bestreitet Ihr Euren Lebensunterhalt? „… What a Way to Make a Living!“ ist ein Programm über die Realität des Arbeitslebens\, betrachtet durch die Brille des intersektionalen Feminismus. Mit einer Mischung aus Archivmaterial und zeitgenössischen Kurzfilmen aus aller Welt bietet diese Auswahl einen zwischenstaatlichen\, zeitübergreifenden Einblick in das\, was es bedeutet\, eine „berufstätige Frau“ zu sein\, und untersucht\, wie unsere Arbeitserfahrungen durch die Dynamik von Klasse\, Rasse\, Geschlecht und Nationalität geprägt werden. Das Programm versucht zudem\, eine weit gefasste Definition dessen zu liefern\, was in einer hyperkapitalistischen\, postindustriellen Gesellschaft „lohnende“ Arbeit ausmacht. Von den Reinigungskräften\, die unsichtbar unser glänzendes\, reibungsloses Leben ermöglichen\, bis hin zu den Fabrikarbeiter:innen\, die den physischen und psychischen Preis für unsere Sucht nach billigen Konsumgütern zahlen – diese Filme erinnern uns an die menschlichen Opfer unserer Gelüste und Wünsche.\nDie Schwierigkeiten berufstätiger Mütter\, die zermürbende Realität der „zweiten Schicht“ und die ethischen Probleme\, die sich aus der Auslagerung von Hausarbeit an schlecht bezahlte\, überwiegend migrantische Arbeitskräfte ergeben\, spielen ebenfalls eine herausragende Rolle und erinnern uns an die anhaltende Relevanz der Argumente der zweiten Welle des Feminismus hinsichtlich der Notwendigkeit\, der „Frauenarbeit“ einen höheren Stellenwert einzuräumen. Doch trotz der potenziellen Schwere des Themas dienen diese Filme auch als wunderbares Schaufenster für das Kurzfilmemachen in all seiner einfallsreichen Kreativität\, wobei sie eine Reihe von Dokumentar-\, Analog- und Animationstechniken nutzen\, um die Vielfalt der hier gezeigten Perspektiven visuell widerzuspiegeln.\nDurch die Konzentration auf Werke von Filmemacherinnen baut „… What a Way to Make a Living!“ zudem auf einer unterschwelligen\, metaphorischen Reflexion darüber auf\, wie künstlerische Arbeit von Frauen – wie „Frauenarbeit“ generell – in der Filmgeschichte oft herabgewürdigt und an den Rand gedrängt wurde. Die hier gezeigten Kurzfilme umfassen Werke\, die solo\, in Zusammenarbeit oder als Teil von Kollektiven entstanden sind. Darunter befinden sich Beispiele von Filmemacherinnen\, die ein umfangreiches Werk geschaffen haben\, sowie von solchen\, deren filmisches Schaffen durch die schmerzhafte Realität der Branche ein jähes Ende fand. \nLetztendlich hofft dieses Programm\, eine Vielstimmigkeit weiblicher Stimmen in den Mittelpunkt der Leinwand zu rücken. Auch wenn es hier keine einfachen Antworten gibt\, ermöglicht uns dieser Ansatz zumindest\, kurz inne zu halten\, eine Pause einzulegen und uns einen Moment Zeit zu nehmen\, um die vielen unsichtbaren Frauen zu würdigen\, deren weitgehend unsichtbare Arbeit unsere heutige Anwesenheit hier im Kino erst möglich gemacht hat.\n\nKuratiert von Rachel Pronger
LOCATION:Dresden\, Schauburg\, Tarkowski-Saal
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