

Bei uns geht's um Kurzfilme
Das Filmfest Dresden rückt eine in Kino und Fernsehen häufig vernachlässigte Gattung, den Kurzfilm, in den Mittelpunkt des filmischen Engagements. Seit seiner Gründung im Jahre 1989 hat sich das Festival zu einem der wichtigsten Kurzfilmfestivals Deutschlands entwickelt.
Die Programmstruktur
Das Programm umfasst den Kurzfilm in seinem gesamten Facettenreichtum: neben Animations- und Kurzspielfilmen finden auch Dokumentationen und Experimentalfilme den Weg auf die Leinwände.
Das Hauptinteresse während des Festivals gilt dem Internationalen und Nationalen Wettbewerb, bei denen Preise im Gesamtwert von 61.000 Euro vergeben werden. Parallel dazu werden dem Publikum verschiedenste Themen- und Länderprogramme angeboten. Während der Festivaltage besteht für Besucher, Presse und Filmemacher die Möglichkeit, im Festivalclub Erfahrungen auszutauschen, Meinungen zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen. Dabei ist das Filmfest Dresden keine bloße Fachveranstaltung, sondern ein Festival mit einem hohen Publikumszuspruch - zum 21. Filmfest kamen 21.000 Zuschauer.
Unsere Wurzeln
Ins Leben gerufen wurde das Festival noch vor der Wende im Jahr 1989. Anfangs wurden Filme gezeigt, die entweder verboten waren oder selten aufgeführt wurden. Als sich der cineastische Nachholbedarf des Dresdner Kinopublikums erschöpft hatte, war eine konzeptionelle Neuorientierung notwendig. Der Animationsfilm hatte in Dresden bereits eine lange Tradition, denn hier befand sich seit Mitte der 50er Jahre das DEFA-Trickfilmstudio. Daher entschieden sich die Initiatoren für den Animations- und Kurzfilm. Mit der Einführung des Internationalen Wettbewerbs 1992 und des Nationalen Wettbewerbs 1998, zum zehnten Jubiläum, entwickelte sich das Filmfest Dresden zu einem der wichtigsten Kurzfilmfestivals in Deutschland.
Expedition Kurzfilm
Seit 2001 präsentiert das Filmfest Dresden im Anschluss an das Festival eine umfangreiche Tournee nach Berlin, Leipzig, München, Köln und weitere 15 deutsche Städte unter dem Titel „Expedition Kurzfilm“. Damit werden preisgekrönte Kurzfilme auch außerhalb des Festivals einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Von großer Bedeutung ist auch die Open Air-Tournee im Sommer, bei der das Festival mit Preisträgerfilmen und Publikumslieblingen in Dresden, Berlin, Bonn und Jena mehr als 1.000 Zuschauer pro Abend anlockt.
Weltweit dabei
Das Filmfest Dresden ist ebenso auf internationaler Ebene präsent. Preisträgerfilme und weitere herausragende Festivalbeiträge wurden unter anderem 2003 vorgestellt in New York, Tallinn und Krakau; 2004 in fünf Städten Indonesiens und fünf russischen Metropolen; 2005 in vier britischen Städten, Tokyo, Rotterdam, Teheran und Jakarta; 2006 in Rom, Tunis und Madrid und 2007 in vier japanischen Städten, Montreal, Barcelona, Istanbul und Kalkutta. 2009 war das Filmfest u.a. zu Gast in der chinesischen Metropole Wuhan. Daraus haben sich bisher zahlreiche Filmaustausche und Filmproduktionen entwickelt.
