Preisträger & Jurybegründungen 2011
Filmförderpreis der Kunstministerin - Nationaler Wettbewerb
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RADIOSTAR von Youdid Kahveci. Der Förderpreis geht an eine Regisseurin, von der wir uns noch ganz viele Filme wünschen. Mit erstaunlicher Souveränität trifft sie hier einen ganz eigenen Ton. Es gelingt ihr, aus einem Kammerspiel Szenen zu gewinnen, die lebendig und vielschichtig sind, in denen gesellschaftliche Realitäten ihren Platz haben, ohne dass irgendetwas dafür funktionalisiert werden müsste. |
Goldener Reiter Animationsfilm - Internationaler Wettbewerb
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LA FORMATION DES NUAGES von Marie-Hélène Turcotte. Eine Entscheidung, die uns leicht gefallen ist: Wir vergeben den Preis an einen Film, der auf sehr emotionale Weise Erinnerungen an die Kindheit und die Traurigkeit beim Bewußtwerden ihres unwiderruflichen Endes wachruft. Ein abstraktes Poem, dessen brilliante Animation und Sound wir hervorheben möchten. |
Goldener Reiter Animationsfilm - Nationaler Wettbewerb
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A LOST AND FOUND BOX OF HUMAN SENSATION von Martin Wallner und Stefan Leuchtenberg. Dem Siegerfilm gelingt etwas Seltenes: Er erzählt merklich autobiografisch vom bitteren Verlust eines Nächsten. Jedoch geschieht das mit einer selten gesehenen Fülle der Formen, der Gedanken und Tonlagen, mit Einfallsreichtum und Witz. Das Großartige dabei ist, dass diese Fülle nicht die Erfahrung erschlägt, sondern dass der Widerstreit der Gefühle in der Vielfalt der Formen vollendet zum Ausdruck kommt. |
Goldener Reiter Kurzspielfilm & Goldener Reiter des Publikums - Internationaler Wettbewerb
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THE PIANO TUNER von Olivier Treiner. Der Regisseur spielt überzeugend mit dem Wechsel zwischen zwei Genres und den Erwartungen des Publikums. Damit baut er eine ungeheuere Spannung auf. Ein Film, der aufgrund hervorragender schauspielerischer Leistungen, perfekter Bildgestaltung und Musik sowie schlüssigen Erzählens außergewöhnlich ist. |
Goldener Reiter Kurzspielfilm & Goldener Reiter des Publikums - Nationaler Wettbewerb
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VIKI FICKI von Natalie Spinell. Der Gewinnerfilm hat keine Scheu, zu sagen und zu zeigen, was Sache ist. Er ist ein ganz unsentimentales Plädoyer für Mutter-Tochter-Solidarität. Schon weil solche Geschichten oft erzählt werden, überzeugt der eigene Ton, den die Regie findet. Der “Goldene Reiter” geht an einen Film, der es nicht auf die Mitleidstour versucht, sondern mit Witz eine klare Ansage macht. |
Goldener Reiter der Jugendjury - Internationaler Wettbewerb
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RITA von Antonio Piazza und Fabio Grassadonia. Ein Film, bei dem der Versuch, Distanz zu wahren, scheitert. Gnadenlos. Er offenbart mit einer konsequenten Bildsprache ein unscharfes Konstrukt aus Handlungsfragmenten, wodurch der in eine klaustrophobische Welt hineingezwängte Zuschauer die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung erfährt. So überwältigt der Film mit seiner emotionalen Kraft. |
Goldener Reiter der Jugendjury - Nationaler Wettbewerb
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YURI LENNON'S LANDING ON ALPHA 46 von Anthony Vouardoux. Die ganze Welt hält er zwischen den Fingerspitzen - der einsame Cowboy im Weltall. Mit der beeindruckenden Kameraführung, die den visuell höchst anspruchsvollen OneShot ins Gedächtnis einprägt, gelingt dem Regisseur ein Mix aus Spannung, Witz und Fantasie mit einem Hang zur Absurdität. Der Film lässt bis zuletzt vielseitige Interpretationsmöglichkeiten zu und uns nicht mehr los. |
ARTE Kurzfilmpreis - Nationaler & Internationaler Wettbewerb
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ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE von York-Fabian Raabe. Der Regisseur schildert in eindringlichen Bildern das Schicksal zweier Brüder aus einem Township in Afrika. Verbunden durch eine harte Kindheit, versuchen sie dem Elend der Slums durch Flucht nach Europa zu entgehen. Der Film zeigt in starken, kraftvollen Bildern einen zutiefst menschlichen, aber auch politischen Konflikt, der uns aufrüttelt und Spuren hinterlässt. Wir gratulieren dem Regisseur und freuen uns, diesen herausragenden Film mit dem ARTE Preis auszuzeichnen. |
Goldener Reiter KlangMusikPreis - Nationaler & Internationaler Wettbewerb
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BIG BANG BIG BOOM von Blu. Atemberaubende, fantasievoll animierte Bilder der Evolution treffen auf eine Tonspur, die aus dem vollen schöpft. Detailbesessenheit und überbordender Materialreichtum entwickeln im wahnwitzigem Tempo zunehmend eigene Ausdruckskraft. |
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Lobende Erwähnungen - Nationaler Wettbewerb
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DER IMAGEFILM von Konrad Bohley. Eine Lobende Erwähnung für die satirische Beobachtung eines gesellschaftlichen Zustandes, den man nicht nur im Werbefuzzi-Milieu findet, geht an Konrad Bohley für "Imagefilm". |
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KLAUS MANCHEN in SEIFERT IST TOT. Eine Lobende Erwähnung geht an Klaus Manchen in „Betten-Seifert ist tot“ für die schauspielerische Bandbreite zwischen Leichtigkeit und einer extremen Entscheidungssituation. |
Lobende Erwähnungen - Internationaler Wettbewerb
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LOG JAM von Alexei Alexeev. Eine Lobende Erwähnung geht an die witzigste tierische Band und an Alexei Alexeev für hervorragend getimete Stereotypen mit einem jedes Mal überraschenden Ende. |
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RITA von Antonio Piazza und Fabio Grassadonia. Eine Lobende Erwähnung vergeben wir an einen Film mit einer ungewöhnlichen Kameraperspektive und einem Sound, der uns die Welt so wahrnehmen lässt wie seine Protagonistin. RITA von Antonio Piazza und Fabio Grassadonia zeigt ein willensstarkes Mädchen, das Verantwortung für sich übernimmt. (Jugendjury) | ||
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LOVE AT FIRST SIGHT von Michael Davies. Ebenfalls lobend erwähnen möchten wir mit LOVE AT THE FIRST SIGHT von Michael Davies einen Film, der auf mitfühlende Weise ein an sich tragisches Schicksal mit Leichtigkeit und Witz erzählt. | ||
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LIPSETT DIARIES von Théodore Ushev. Ein Mann. Tausend Bilder. Ein Lebenswerk. Ein Strudel aus Eindrücken und Geschichten, in welche der Zuschauer hineingesogen wird. Philosophische Malerei die in ihrer Vielfalt mitreißt. (Jugendjury) |
Kurzfilmpreis der Deutschen Filmkritik 2010
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GO BASH! vonStefan Prehn und Stefan Eckel. Es ist schwierig über einen Film zu sprechen, in dem sich Jugendliche aus sportlichem Ehrgeiz die Köpfe an Wänden einschlagen, ohne in Phrasen abzugleiten, die mit einigem Recht von diesem Film persifliert werden. „Bashing“ nennen die Regisseure ihre fiktive Sportart, die wenig mehr ist, als mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Mit ironischer Doppelbödigkeit inszeniert der Film die Innenansicht einer gut erfundenen Extremsportart und deren Außenansicht durch hysterisch berichterstattende Medien. Er skizziert die Mechanismen der üblichen Berichterstattung – die sich dadurch auszeichnet, dass sie erst stattfindet, wenn der Trend seinen Zenit überschritten hat - und präsentiert ein Panoptikum von Pseudoexperten, die längst der Jugend entwachsen, diesem Phänomen nur mit austauschbaren Phrasen, hilflos wirkenden Beschwichtigungen und eigenwilligen Interpretationen beikommen können. Der Film hat uns durch handwerkliche Präzision, genaue Beobachtung einer fiktiven Jugendszene und ihrer Darstellung, sowie knalligem Humor überzeugt. Der Preis des Verbandes der Deutschen Filmkritik für den besten Kurzfilm 2010 geht an die Drehbuchautoren und Regisseure von „Go Bash“: Stefan Eckel und Stefan Prehn. |
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